Das Wichtigste in Kürze
- Markets ist Shopifys Framework für den internationalen Verkauf. Ein Markt bündelt Länder, die sich eine Währung, einen Katalog, eine Domain, eine Sprache und die steuerliche Behandlung teilen.
- Die Reihenfolge ist wichtig. Erstelle zuerst den Markt und weise Regionen zu. Baue danach Domain-Struktur, Katalog, Währung, Sprachen und Zölle darauf auf.
- Die Wahl deiner Domain ist eine SEO-Entscheidung. Unterordner, Subdomains und Länder-Domains funktionieren alle. Shopify generiert automatisch die passenden hreflang-Tags für die von dir gewählte Option.
- Die Währung ist nur ein Teil. Dieser Guide behandelt Währungen nur kurz und verweist für tiefergehende Themen wie Rundungsregeln und Zahlungsabwicklung auf unseren dedizierten Guide.
- Teste jeden Markt vor dem Go-Live. Überprüfe das Storefront in jeder Region, um sicherzustellen, dass Kunden auch wirklich die richtige Währung, Sprache und Preisgestaltung sehen.
Dieser Guide führt dich Schritt für Schritt durch die Einrichtung von Shopify Markets: von der Erstellung eines Marktes über die Zuweisung von Regionen, die Wahl einer Domain-Struktur, das Hinzufügen von Katalogen und Preislisten bis hin zu Sprachen und der Erhebung von Zöllen. Dies ist das allgemeine Markets-Setup. Für spezifische Details zum Thema Währungen verweisen wir im passenden Moment auf unseren speziellen Guide, anstatt alles hier zu wiederholen.
Warum du uns vertrauen kannst
Jacques hat über 15 Jahre Entwicklungserfahrung und hat Hunderten von Shopify-Brands geholfen, ihre Storefronts aufzubauen und zu lokalisieren. Wir sind seit vier Jahren im Shopify-Umfeld tätig und haben Fudge entwickelt – einen AI-Storefront-Editor, der von Hunderten von Stores genutzt wird und eine 5,0-Sterne-Bewertung im Shopify App Store hat. Wir betreiben selbst Multi-Region-Storefronts, daher spiegeln die untenstehenden Schritte den tatsächlichen Admin-Ablauf wider und nicht nur eine generische Checkliste.
Was ist Shopify Markets?
Mit Shopify Markets kannst du steuern, wie Kunden deinen Store basierend auf ihrem Standort erleben.1 Ein Markt ist eine Gruppe aus einem oder mehreren Ländern (oder Regionen), die dieselben Einstellungen teilen: Währung, Produktkatalog, Domain, Sprache und steuerliche Behandlung.
Anstatt für jedes Land einen separaten Store zu betreiben, verwaltest du einen einzigen Store mit mehreren Märkten. Jeder Markt kontrolliert, was Käufer in der jeweiligen Region sehen.
Die Anpassungen, die ein Markt enthalten kann, sind:
- Die Währung, die Kunden angezeigt wird
- Der Katalog, der Produktverfügbarkeit und Preise festlegt
- Die Domain und Sprache, die für diese Region verwendet werden
- Preise inkl. Steuern und Einstellungen zur Zollerhebung
Dein Primärmarkt (Primary Market) ist das Hauptland oder die Hauptregion, in die du verkaufst. Alles andere baut darauf auf.
Schritt 1: Voraussetzungen prüfen
Zwei Faktoren entscheiden darüber, wie weit du mit Markets gehen kannst, bevor du anfängst, Dinge einzustellen.
Dein Shopify-Plan. Markets ist Teil der Standard-Ausstattung von Shopify. Ab dem Basic-Plan kannst du Märkte erstellen und Zölle erheben. Einige erweiterte Funktionen (wie B2B-Kataloge und bestimmte Checkout-Einstellungen pro Markt) sind den höheren Plänen vorbehalten. Da sich Pläne ändern können, solltest du einen Blick auf die aktuelle Preisübersicht werfen, falls eine spezifische Funktion für dich voraussichtlich gesperrt ist.
Verfügbarkeit von Shopify Payments. Lokale Währungen anzuzeigen und Kunden in diesen abkassieren zu lassen, setzt voraus, dass Shopify Payments in deiner Region das Multiwährung-Setup unterstützt. Stelle sicher, dass Shopify Payments in deinem Land verfügbar und aktiv ist, bevor du deinen Kunden einen Checkout in lokaler Währung versprichst. Ist das nicht der Fall, kannst du zwar Sprache und Katalog lokalisieren, aber die Währungsumrechnung im Checkout wird limitiert sein.
Mache dir im Vorfeld Gedanken über deine Zielregionen. Eine typische erste Einteilung ist: Heimatmarkt, EU-Markt, UK-Markt und ein Backup für den Rest der Welt.
Schritt 2: Einen Markt erstellen und Regionen zuweisen
Dies ist das Herzstück des Setups.
- Gehe in deinem Shopify-Adminbereich zu Einstellungen > Markets.
- Klicke auf Markt hinzufügen (Create market).2
- Vergib einen Namen für den Markt. Nutze etwas, das du später gut wiedererkennst, wie “Europa” oder “Vereinigtes Königreich”.
- Setze den Veröffentlichungsstatus auf Aktiv, um ihn sofort sichtbar zu machen, oder auf Entwurf, um ihn erst in Ruhe aufzubauen. “Entwurf” ist die sicherere Wahl, während du den Rest konfiguriest.
- Klicke im Bereich Beinhaltet (Includes) auf Regionen hinzufügen, suche nach den Ländern, die dieser Markt abdeckt, und wähle sie aus.
- Klicke auf Speichern.
Du kannst später jederzeit Länder hinzufügen oder entfernen, indem du den Markt öffnest, auf das Bearbeiten-Icon neben den Regionen klickst und die Auswahl anpasst.
Gruppiere Länder, die wirklich die gleichen Einstellungen nutzen. Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und die Niederlande können sich gut einen einzigen EU-Markt mit dem Euro teilen, aber sie teilen sich nicht die gleiche Sprache. Um die Sprache kümmern wir uns in Schritt 6 innerhalb des Marktes.
Shopify nutzt zudem einen sogenannten Backup-Markt für alle Kunden, die zu keinem deiner aktiven Märkte passen. Stelle sicher, dass diese Fallback-Erfahrung sinnvoll ist, denn hier landet jeder Besucher aus einem Land, das du nicht explizit zugeordnet hast.
Schritt 3: Domain und URL-Struktur auswählen
Bevor du Produkte oder Sprachen hinzufügst, solltest du entscheiden, wie jeder Markt in der URL angezeigt wird. Das ist eine wichtige SEO-Entscheidung, nicht nur Kosmetik. Es lohnt sich also, das direkt am Anfang richtig aufzusetzen.
Shopify unterstützt drei Strukturen:3
- Unterordner (Subfolders), z.B.
deinstore.com/fr/. Sehr leicht einzurichten und es entstehen keine zusätzlichen Domainkosten. Perfekt für die meisten Stores, da die gesamte SEO-Autorität auf einer Domain bleibt. - Subdomains, z.B.
fr.deinstore.com. Praktisch, wenn du nach außen hin sichtbar getrennte Strukturen je Markt haben willst. - Top-Level-Länderdomains (ccTLDs), z.B.
deinstore.fr. Bieten das stärkste lokale Signal, verursachen aber die meiste Arbeit, da jede Domain einzeln gemanagt wird.
Für die meisten Händler sind Unterordner der beste Standard. Sie bündeln die Link-Autorität und sind am leichtesten zu pflegen.
Egal für welche Option du dich entscheidest: Shopify generiert basierend auf deiner Markt- und Sprachkonfiguration automatisch hreflang-Tags.4 Diese Tags teilen Suchmaschinen mit, welche Version einer Seite für welche Region und Sprache angezeigt werden soll. Das verhindert auch, dass deine lokalisierten Seiten als Duplicate Content (Duplicate Content) bestraft werden. Du musst die hreflang-Tags nicht manuell setzen.
Du legst das in den Anpassungen für Domains und Sprachen des Marktes fest. Wenn du darüber hinaus lokalisierte Kampagnenseiten aufbauen möchtest, erklärt unser Guide wie man Shopify Landing Pages lokalisiert, wie du den Content solcher Pages perfekt mit deinem Markt-Setup synchronisierst.
Schritt 4: Katalog und Preisliste einrichten
Ein Katalog (Catalog) ist ein Set von Produkten, inklusive optional angepasster Preise, das du einem Markt zuweist.5 Er steuert zwei Dinge: welche Produkte in diesem Markt verfügbar sind und zu welchem Preis.
Einen Katalog erstellen
- Gehe im Adminbereich zu Einstellungen > Markets und öffne Kataloge.
- Klicke auf Katalog erstellen und vergib einen Namen.
- Wähle den Veröffentlichungsstatus neben dem Namen.
Die Preisgestaltung festlegen
Im Bereich Preisgestaltung (Pricing):
- Lege die Währung im Feld Preise festlegen in fest. Die Währung des Katalogs und die des Marktes müssen übereinstimmen. Du kannst beispielsweise keinen kanadischen Markt mit einer Preisliste in US-Dollar verknüpfen.
- Trage optional einen Prozentwert im Feld Preisanpassung ein, um jeden Preis in diesem Markt um einen festen Prozentsatz anzuheben oder zu senken. Oft genutzt, um Versand- oder Zollkosten durch einen Margen-Puffer abzufangen.
Zwei Wege, Preise pro Markt festzulegen:
- Prozentuale Anpassung. Schnell mal auf den ganzen Katalog angewendet. Gut, wenn dir pauschale Auf- oder Abschläge reichen.
- Feste Preise pro Markt (Fixed Pricing). Setze exakte Preise für jedes Produkt in der jeweiligen Marktwährung. Macht mehr Arbeit, sorgt aber für schöne “glatte” Preise und genaue Margenkontrolle bei deinen wichtigsten SKUs.
Wenn du zwar benutzerdefinierte Preise willst, aber alle Produkte überall verfügbar sein sollen, ist ein reiner Preis-Katalog (Pricing-only catalog) die einfachere Wahl. Die Produktverfügbarkeit steuerst du dann weiter über deine Vertriebskanäle und der Katalog regelt über seine Preisliste lediglich die Preise.
Schritt 5: Währung pro Markt einstellen
Jeder Markt hat eine Währung. Dein EU-Markt läuft auf Euro, dein UK-Markt auf Pfund und so weiter. Ist Shopify Payments für Multi-Währungen konfiguriert, sehen deine Kunden vom ersten Pageview an die lokale Währung und zahlen auch darin.
Hier überschneidet sich die generelle Markets-Einrichtung mit dem Thema Währungen. Währungen sind jedoch so facettenreich, dass sie einen eigenen Guide verdienen. Themen wie Rundungsregeln, automatische Umrechnung im Vergleich zu festen Preisen sowie die Zahlungsabwicklung je Währung werden in unserem Shopify Multi-Währungs-Setup Guide detailliert behandelt.
Die Kurzversion für dieses Setup:
- Lege eine saubere Währung pro Markt fest, die mit der Katalogwährung aus Schritt 4 übereinstimmt.
- Nutze Rundungsregeln, damit umgerechnete Preise nicht bei Beträgen wie 46,73 € landen – das sieht auf den ersten Blick unprofessionell aus.
- Setze feste Preise für deine Hero-SKUs und lasse Long-Tail-Produkte mit einem kleinen Margenpuffer automatisch umrechnen.
Richte die genauen Details mithilfe des Währungs-Guides ein und komm dann hierher zurück, um die Einrichtung des Marktes abzuschließen.
Schritt 6: Sprachen und Übersetzungen hinzufügen
Ein Markt kann seine eigene Sprache ausspielen – ab hier geht Lokalisierung wirklich über bloße Währungen hinaus.
Die Sprache deinem Store hinzufügen
- Gehe zu Einstellungen > Sprachen.
- Klicke auf Sprache hinzufügen und wähle die gewünschte Sprache aus.
- Klicke auf Speichern.
Dadurch wird die Sprache erst einmal verfügbar gemacht. Übersetzt wird in diesem Schritt noch nichts.
Übersetzen mit Translate & Adapt
Die kostenlose App Translate & Adapt von Shopify kümmert sich um die eigentlichen Übersetzungen.6 Sie unterstützt automatische Übersetzungen, manuelle Bearbeitung und den CSV-Import. Zudem kannst du Inhalte pro Markt anpassen: So kannst du Produktbeschreibungen, Promo-Banner oder Rechtstexte gezielt für eine Region verändern, statt alles nur Wort für Wort zu übersetzen.
Sobald die Sprache übersetzt ist, weist du sie in den Markets-Einstellungen dem Markt (unter Domains und Sprachen) zu und veröffentlichst sie.
Passe Sprache und Region sinnvoll an. Ein Euro-Markt, der Deutschland, Frankreich und Italien abdeckt, sollte nicht pauschal auf Englisch ausgespielt werden, nur weil die drei Länder die gleiche Währung nutzen. Deutsch für Deutschland und Österreich, Französisch für Frankreich, Italienisch für Italien. Alle Euro-Länder einfach mit Englisch abzuspeisen, ist eine der typischen halbgaren Lösungen, die wir sehr oft sehen.
Wenn du tiefer in Übersetzungs-Alternativen und Drittanbieter-Apps einsteigen willst, lies dir den Bereich zu Sprachen im Multi-Währungs-Setup Guide durch.
Schritt 7: Zölle und Einfuhrsteuern festlegen
Für grenzüberschreitende Märkte solltest du entscheiden, ob du Zölle und Einfuhrsteuern direkt im Checkout erheben willst, damit deine Kunden bei der Zustellung keine Überraschungsrechnungen vom Paketdienst erhalten.
Zölle im Checkout erheben
Die Berechnung von Zöllen und Steuern im Checkout ist mittlerweile in allen Shopify-Plänen verfügbar.7
- Gehe zu Einstellungen > Steuern und Zölle.
- Klicke im Bereich Zölle und Einfuhrsteuern auf Einrichten.
- Wähle die Länder und Regionen aus, in die du lieferst.
- Bestätige die HS-Codes und Herkunftsangaben deiner Produkte.
- Überprüfe die Bedingungen und klicke auf Zustimmen und aktivieren.
Sobald du Zölle im Checkout berechnest, musst du diese Pakete zwingend als DDP (Delivered Duty Paid) versenden statt via DAP (Delivered at Place) – sonst wird der Kunde bei der Lieferung doppelt zur Kasse gebeten. Kläre ab, dass dein Versanddienstleister DDP unterstützt. Händler aus den USA und Kanada können z.B. DDP-Label über DHL direkt im Shopify-Adminbereich kaufen.
Managed Markets
Wenn du möchtest, dass Shopify dir einen noch größeren Teil der grenzüberschreitenden Komplexität abnimmt, übernimmt Managed Markets (früher oft als Global-e betitelt) lokale Regularien, Steuern, Zölle, internationalen Versand sowie die Lokalisierung pro Markt.8
Managed Markets steht aktuell berechtigten US-Händlern ab dem Basic-Plan und mit aktivem Onlineshop zur Verfügung.8 Der Dienst agiert dann als sogenannter “Merchant of Record” für diese internationalen Bestellungen. Da sich auch hier Verfügbarkeiten kontinuierlich ändern, schau dir die aktuelle Shopify-Doku an, falls Managed Markets für dich infrage kommt.
Schritt 8: Jeden Markt vorab ansehen und testen
Verlasse dich nicht nur auf den Adminbereich. Teste live, wie ein echter Käufer aus der Region den Store sieht.
Nutze die Vorschau pro Markt. Benutze entweder die Vorschaufunktion in Markets oder ändere einfach das Land am Market Selector in deinem Storefront. Klick dich einmal komplett durch: Startseite, Produktseite, Warenkorb und Checkout.
Prüfe bei jedem Markt Folgendes:
- Währung: Sieht man direkt ab der Startseite die richtige Währung (und nicht erst im Checkout)?
- Sprache: Wird alles einheitlich lokalisiert, inklusive Navigation und Buttons?
- Katalog: Sind die richtigen Produkte zu den richtigen Preisen sichtbar? Niemand will hier plötzliche Out-of-Stock-Meldungen oder versteckte Artikel.
- Domain: Löst die Domain wie gewünscht auf, und springt der Market Selector sauber in die jeweilige Region?
- Zölle und Steuern: Werden diese Fehler bei grenzüberschreitenden Bestellungen im Checkout erwartungsgemäß berechnet?
Teste das Ganze unbedingt auch mobil. Der allergrößte Teil des Shopify-Traffics läuft über Smartphones. Ein Market Selector, der nur auf einem Desktop-Screen reibungslos bedienbar ist, führt zu massiven Drop-offs beim Setup.
Wenn du Inhalte im Storefront gezielt pro Markt anpasst, kann unser Fudge Store-Editor helfen, den Seiteninhalt über das gesamte Theme hinweg auszurichten, damit die lokalisierte Benutzererfahrung wirklich konsistent bleibt.
Schritt 9: Go-Live und Monitoring
Schauen die Previews gut aus, aktivierst du den Markt. Öffne den Markt unter Einstellungen > Markets, setze den Status von Entwurf auf Aktiv und speichere ab.
Prüfe noch, ob die Versandtarife jedes Land in diesem Markt wirklich abdecken, bevor du auf aktiv schaltest. Gibt es für ein Land keinen gültigen Tarif, bricht der Checkout für diese Endkunden dort komplett ab.
Nach dem Launch solltest du die Zahlen pro Markt im Blick behalten:
- Conversion Rate nach Markt. Wenn ein Markt deutlich schlechter performt als dein Hauptmarkt, liegt es in den meisten Fällen an fehlerhaften Übersetzungen, falschen Währungen oder nicht nachvollziehbaren Versandkosten.
- Checkout-Abschlussrate bei Cross-Border-Setups (Überraschungen durch Zölle oder horrende Versandkosten sorgen hier für hohe Abbruchraten).
- Sichtbarkeit in der Suche (SEO) für die entsprechende Region, sobald die neuen hreflang-Tags und Landing Pages von Google & Co. indexiert sind.
Role nicht gleich für die ganze Welt alles auf einmal aus. Nimm dir ein oder zwei Märkte vor, stelle sicher, dass sie performen, und expandiere dann. Launchst du zehn Märkte am selben Tag, lassen sich Fehler schwer zurückverfolgen.
Häufige Fehler, die du vermeiden solltest
- Lokale Währung anzeigen, aber alles auf Englisch belassen. Nur die Währung anzupassen, ist eine halbe Sache. Verbinde jeden Markt mit der passenden Sprache.
- Umgerechnete Preise sehen unprofessionell aus. Niemand greift bei glatten 46,73 Euro aus psychologischer Sicht gern zu. Verwende Rundungsregeln und setze für deine Top-SKUs feste Preise.
- Vergessene Versandtarife für den neuen Markt. Fehlt auch nur einem Land im Markt der Versandtarif, schlägt der Checkout fehl.
- DDP-Labels übersehen. Zölle im Checkout via Shopify abzukassieren, aber regulär (nicht DDP) zu versenden, führt beim Kunden zu Doppelabrechnungen an der Haustür.
- Eine Sprache hinzufügen, aber sie nicht zuzuweisen. Das bloße Hinzufügen einer Übersetzung veröffentlicht diese nicht gleich im jeweiligen Markt. Du musst sie manuell in den Markt-Einstellungen einfügen.
- Alle Märkte auf einmal ausrollen. Teste schrittweise, sonst findest du bei Traffic-Abbruch niemals den schuldigen Faktor.
Für einen strategischeren Überblick über das internationale Verkaufen über Shopify empfehlen wir unseren generellen Shopify Markets Guide. Suchst du Inspirationen, wie man solche lokalisierten Storefronts dann designt, ist unser Beitrag zu Shopify Landing Page Beispielen genau die richtige Referenz.
FAQ
Nein. Markets ist Bestandteil der allgemeinen Shopify-Pläne. Basic und höhere Pläne können Märkte anlegen, Regionen vergeben und Zölle im Checkout berechnen. Einige tiefergehende Regler (B2B-Kataloge etc.) liegen allerdings erst auf den höheren Plänen. Check am besten nochmal die aktuelle Shopify Preisoberfläche, falls ein angestrebtes Feature hinter einer Paywall liegt.
Ein Markt ist eine Gruppierung von Ländern mit identischen Einstellungen zu Währung, Domain, Sprache und Steuern. Der Katalog repräsentiert das Produkt- und Preis-Set, das du dem Markt zuweist. Kurz gesagt: Der Markt bestimmt, wo verkauft wird – der Katalog bestimmt, was die Kunden in dieser Region zu welchem Preis kaufen können.
Unterordner (wie deinstore.com/fr/) sind für den Großteil der Stores der beste Weg, weil sie die komplette SEO-Autorität auf einer einzigen Hauptdomain sammeln und keine extra Kosten bei der Domain-Instandhaltung auslösen. Subdomains und Länder-Domains (ccTLDs) eignen sich für sehr stark getrennte Lokalkonzepte, ziehen aber großen Verwaltungsaufwand nach sich. Shopify stellt in beiden Fällen automatisiert hreflang-Tags zur Verfügung.
Du kreierst einen Katalog, knüpfst ihn an deinen Zielmarkt und setzt die gewünschte Zielwährung im Setting 'Preise festlegen in'. Dann kannst du entweder eine prozentuale Preisänderung einmalig über den gesamten Katalog rollen oder manuell feste Preise je SKU hinterlegen. Feste Preise (Fixed Pricing) gewähren genaue Kontrolle bei Margenkalulation der Top-Seller.
Shopify kann Zölle und Einfuhrsteuern bereits direkt im Checkout-Vorgang berechnen. Du kannst das unter Einstellungen > Steuern und Zölle aktivieren (dies ist auf allen Plänen möglich). Achte aber darauf, dass du die Aufträge dann mit dem Versandlabel Delivered Duty Paid (DDP) verschickst – sonst bittet der Paketbote die Besteller an der Haustür ein zweites Mal zur Kasse.
Managed Markets ist eine von Global-e bereitgestellte Shopify-Lösung und nimmt dir pro Zielmarkt internationale Vorschriften, Steuern, Zölle und diverse Logistik ab. Dieser Service ist aktuell qualifizierten US-Händlern (ab dem Basic-Plan) vorbehalten. Dabei übernimmt Shopify bzw. Global-e die Funktion als rechtlicher Händler (Merchant of Record).
Footnotes
-
Shopify Help Center, “Märkte erstellen, anpassen und verwalten”: https://help.shopify.com/de/manual/markets-new/manage ↩
-
Shopify Help Center, “Märkte einrichten”: https://help.shopify.com/de/manual/markets/getting-started/set-up-markets ↩
-
Shopify Help Center, “Domains und Sprachen für Märkte”: https://help.shopify.com/de/manual/markets/customizations/domains-and-languages ↩
-
Shopify Help Center, “Domains und Sprachen für Märkte”: https://help.shopify.com/de/manual/markets/customizations/domains-and-languages ↩
-
Shopify Help Center, “Kataloge für Märkte erstellen”: https://help.shopify.com/de/manual/markets/customizations/catalogs ↩
-
Shopify Help Center, “Translate & Adapt”: https://help.shopify.com/de/manual/markets/customizations/domains-and-languages ↩
-
Shopify Changelog, “Shopify duties and import taxes now available for all Shopify plans”: https://changelog.shopify.com/posts/shopify-duty-calculator-now-available-for-all-shopify-plans ↩
-
Shopify Help Center, “Managed Markets - Übersicht”: https://help.shopify.com/de/manual/international/managed-markets/overview ↩ ↩2